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CMIS-Connector für SAP und Drittsysteme

Ein Archiv, das nur SAP versteht, ist ein zweites Silo. CMIS ist der Ausweg: eine herstellerunabhängige Schnittstelle, über die auch alles andere an dieselben Dokumente kommt.

Eine Ablage, zwei Zugangswege

Der CaRD Connector ist ein eigenständiger Dienst, der zwischen Ihren Anwendungen und dem Speicher steht. Er spricht CMIS 1.1 — den OASIS-Standard für Dokumentendienste — und legt die Dokumente auf einem von vier Zielen ab: Azure Blob Storage, SharePoint Online, AWS S3 oder STACKIT. Welches davon zum Zug kommt, ist eine Frage der Konfiguration, nicht der Software; ein Prozess kann mehrere Ablagen parallel bedienen, jede mit eigenem Ziel und eigenem Profil.

Der Unterschied zu einer reinen SAP-Archivanbindung ist der Zugangsweg. CMIS ist nicht SAP-spezifisch: Auch ein Portal, eine Fachanwendung, ein Java- oder .NET-Programm oder ein Standardclient kann dieselben Dokumente lesen und schreiben — mit denselben Rechten, denselben Metadaten und derselben Aufbewahrung. Damit hört das Archiv auf, ein Anhängsel von SAP zu sein, und wird zur Ablage des Hauses.

Für den SAP-Teil ist der Connector auf die Eigenheiten der SAP-Welt vorbereitet: die SAP-Dokumenttypen werden als eigene Objekttypen geführt, die Metadaten liegen abfragbar in einer Datenbankebene, und die Ablagestruktur folgt dem, was SAP beim Einrichten anlegt. Die von SAP bereitgestellte Testsuite für die DMS-Anbindung läuft gegen den Connector durch — gegen alle drei Cloud-Ziele.

Was der Connector bewusst nicht ist: ein Archivsystem mit eigener Oberfläche und eigener Datenhaltung. Die Dokumente liegen in Ihrem Speicherkonto, unter Ihrem Vertrag, in Ihrer Region. Wir liefern die Schnittstelle und die Betriebsregeln dazu. Vertiefend dazu: cloudconnector-online.com und sharepoint-cmis.com.

Auf einen Blick

  • CMIS 1.1 — herstellerunabhängig, auch für Nicht-SAP-Systeme
  • Vier Ziele: Azure Blob, SharePoint, AWS S3, STACKIT
  • Ein Connector für alle vier, Wechsel per Konfiguration
  • Mehrere Ablagen in einem Prozess, je mit eigenem Ziel
  • Sperrvermerke und Aufbewahrungsfristen werden erzwungen
  • Dokumente bleiben in Ihrem Speicherkonto und Ihrer Region
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Warum das zählt

Was ein rein SAP-gebundenes Archiv später kostet.

  • Dokumente, die nur SAP erreicht, müssen für jedes weitere System kopiert werden
  • Jede Kopie ist eine zweite Wahrheit — und eine zweite Aufbewahrungspflicht
  • Ein proprietäres Archiv bindet Sie an dessen Hersteller und dessen Preisliste
  • Beim Systemwechsel wird aus der Anbindung ein Migrationsprojekt
  • Wer den Speicher selbst besitzt, verhandelt anders

Wann CMIS, wann ArchiveLink?

Die Entscheidung, die am Anfang steht.

  • ArchiveLink ist der klassische SAP-Weg — bewährt, aber SAP-gebunden
  • CMIS öffnet dieselbe Ablage für Nicht-SAP-Anwendungen
  • CMIS bringt eine Abfragesprache mit, ArchiveLink nicht
  • Für neue Vorhaben mit mehreren Nutzern ist CMIS meist die tragfähigere Wahl
  • Beides parallel auf demselben Bestand ist möglich — mehr dazu

Speicherziele

Vier, und die Entscheidung ist umkehrbar.

  • Azure Blob Storage, auch mit Index-Tags als Suchbeschleuniger
  • SharePoint Online, mit SAP-Metadaten als indizierte Bibliotheksspalten
  • AWS S3 und S3-kompatible Speicher
  • STACKIT als deutscher Anbieter
  • Der Wechsel ist Konfiguration — die Anwendung merkt nichts davon

Metadaten und Suche

Damit Dokumente nicht nur liegen, sondern gefunden werden.

  • SAP-Objekttypen und -Eigenschaften bleiben als Metadaten erhalten
  • Eigene Eigenschaften je Dokumenttyp
  • Abfragen über eine SQL-nahe Abfragesprache (CMISQL)
  • Eine Datenbankebene führt die Metadaten abfragbar, unabhängig vom Speicher
  • Optional zusätzliche Metadaten im nativen Format des Speichers

Schutz vor Änderung und Löschung

Was ein Archiv von einem Ordner unterscheidet.

  • Sperrvermerk je Dokument (Hold) — die Löschung wird verweigert
  • Aufbewahrungsfrist mit Datum; verlängern geht, verkürzen nicht
  • Unveränderlich-Kennzeichen als einmalige Festlegung
  • Auch beim Löschen eines Ordners wird der ganze Unterbaum geprüft
  • Für echte WORM-Eigenschaften zusätzlich die Sperren des Speichers nutzen

Betrieb

Wo der Dienst läuft und was er braucht.

  • Eigenständiger Dienst, kein Eingriff ins SAP-System
  • Im eigenen Rechenzentrum, in Azure oder auf Cloud Foundry
  • Mehrere Ablagen in einem Prozess
  • Zugang über Nutzername, Schlüssel, Token oder Zertifikat
  • Einrichtung, Konfiguration und Übergabe an Ihren Betrieb durch uns
FAQ

Häufige Fragen

Was ist CMIS überhaupt?

CMIS („Content Management Interoperability Services") ist ein offener Standard für Dokumentendienste. Er beschreibt, wie eine Anwendung Ordner und Dokumente anlegt, liest, sucht und mit Eigenschaften versieht — unabhängig davon, welches System dahintersteht. Der praktische Nutzen: Sie sind nicht an einen Archivhersteller gebunden, und mehrere Anwendungen können sich dieselbe Ablage teilen.

Können auch Nicht-SAP-Anwendungen darauf zugreifen?

Ja, das ist der Kern des Ansatzes. Jede Anwendung, die CMIS spricht — auch über die gängigen freien Client-Bibliotheken — kann dieselben Dokumente lesen und schreiben. Damit lassen sich Portale, Fachanwendungen und eigene Programme anbinden, ohne für jedes eine eigene Kopie des Bestands anzulegen.

Wo liegen die Dokumente?

In Ihrem eigenen Speicherkonto: Ihr Azure-Storage-Account, Ihre SharePoint-Bibliothek, Ihr S3-Bucket, Ihr STACKIT-Vertrag. Der Connector hält keine eigene Kopie und keine eigene Datenhaltung für die Inhalte vor. Region, Verschlüsselung und Zugriffsrechte des Speichers bleiben in Ihrer Hand.

Können wir den Speicher später wechseln?

Die Anbindung ja — der Bestand muss umziehen. Die Anwendungsseite ändert sich beim Wechsel nicht, weil sie weiterhin CMIS spricht; auf der Speicherseite ist ein Wechsel eine Datenmigration, für die wir ein eigenes Werkzeug einsetzen. Wichtig ist der Punkt davor: Die Entscheidung für ein Ziel ist keine Einbahnstraße mehr.

Wie verhindert der Connector, dass jemand ein Dokument löscht?

Über zwei Mechanismen, die bei jeder Änderung geprüft werden. Ein Sperrvermerk am Dokument verweigert Löschung und Änderung, solange er gesetzt ist. Eine Aufbewahrungsfrist mit Datum wirkt genauso, bis das Datum verstrichen ist; verlängern lässt sie sich, verkürzen nicht. Beides gilt auch, wenn jemand den übergeordneten Ordner löschen will. Für WORM-Eigenschaften im engeren Sinn kombinieren wir das mit den Sperrfunktionen des Speichers selbst.

Ist das ein Ersatz für ein Archivsystem?

Für die Ablage ja, für die Recherche nur mit einer Oberfläche davor. Der Connector ist eine Schnittstelle, kein Programm für Endanwender. Wer eine Bedienoberfläche für Suche, Ansicht und Download braucht, setzt den CaRD Workspace für CMIS davor.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

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