Archivierung & Dokumente

Revisionssichere Archivierung für SAP

Archivierung ist zwei Aufgaben in einer: gesetzeskonform aufbewahren – und die Produktivdatenbank entlasten. Beides zahlt sich erst aus, wenn Protokoll, Speicherort und Aufbewahrungsregeln zusammenpassen.

Drei Entscheidungen, die den Unterschied machen

Fast jedes Archivierungsvorhaben läuft auf dieselben drei Fragen hinaus. Erstens das Protokoll: Reicht das klassische ArchiveLink, oder soll die Ablage über den offenen OASIS-Standard CMIS erfolgen, der auch Nicht-SAP-Anwendungen offensteht? Zweitens der Speicherort: Microsoft Azure Blob Storage, AWS S3, Microsoft SharePoint Online oder die souveräne EU-Cloud STACKIT. Drittens die Regeln: Aufbewahrungsfristen, Unveränderbarkeit, Legal Hold und ein Löschkonzept, das einer Prüfung standhält.

Wir beraten diese Fragen bewusst herstellerunabhängig. Die Trennung von Anbindung und Speicherort ist dabei kein Detail, sondern der Kern: Wer beides entkoppelt, kann den Speicher später wechseln, ohne die SAP-Seite anzufassen – und vermeidet genau den Lock-in, der bei klassischen ECM-Systemen so teuer wird.

Neben Dokumenten geht es fast immer auch um transaktionale Daten. Abgeschlossene Belege lassen sich über die SAP-Datenarchivierung (Transaktion SARA) in ADK-Dateien auslagern und revisionssicher ablegen. Das verkleinert die Datenbank spürbar – und senkt bei HANA und im Cloud-Betrieb unmittelbar die laufenden Kosten. Für Anwender bleibt der Zugriff unverändert aus SAP heraus.

Ein Archiv ist nur so gut, wie sich darin etwas wiederfinden lässt — und genau hier setzen wir KI optional obendrauf. Eingehende Dokumente lassen sich automatisch verschlagworten und klassifizieren, sodass Metadaten entstehen, wo bisher nur eine Datei lag. Beim Suchen kommt natürlichsprachige, semantische Recherche hinzu: Sie beschreiben, was Sie suchen, statt den exakten Feldwert zu kennen — inklusive „ähnliche Dokumente finden". In der Verarbeitung reicht das bis zu Zusammenfassungen und der Erkennung von Dubletten und Auffälligkeiten in großen Beständen. Das Know-how dafür kommt aus unserer eigenen Entwicklung, nicht von einem zugekauften Baustein.

Zwei Punkte sind uns dabei wichtig. Erstens: KI ist ein Zusatz, keine Voraussetzung. Die klassische, regelbasierte Suche über Metadaten, CMISQL und Volltext bleibt vollständig erhalten — wer sie nicht braucht, schaltet die KI schlicht nicht ein. Zweitens: Archivinhalte sind sensibel. Der Betrieb ist deshalb wahlweise on-premise oder in einer souveränen EU-Cloud möglich, und was ein Modell überhaupt zu sehen bekommt, legen wir vorab mit Ihnen fest. Automatisch vergebene Schlagworte verstehen wir als Vorschlag, der prüfbar bleibt — nicht als gesetzte Wahrheit.

Für die Umsetzung setzen wir unseren CaRD Connector ein, ein von SAP zertifiziertes Produkt, das ArchiveLink und CMIS 1.1 spricht und die genannten Speicher bedient. Die Produktdetails finden Sie auf cloudconnector-online.com; wenn Sie speziell Azure Blob Storage im Blick haben, lohnt blob-connector.com. Hier auf dieser Seite geht es um die Beratungsfragen davor.

Arbeit mit einem Archiv-Dashboard für revisionssicher abgelegte SAP-Dokumente

Auf einen Blick

  • ArchiveLink oder CMIS – begründet ausgewählt
  • Ein Connector für alle Backends – Wechsel per Konfiguration
  • Vier Backends: Azure Blob, SharePoint, AWS S3, STACKIT
  • ECC, S/4HANA on-premise, RISE, Private & Public Cloud
  • Offen für jedes System, das CMIS spricht – auch ohne SAP
  • Optionale KI: Verschlagwortung, Klassifizierung & semantische Suche
  • Für GoBD-Anforderungen ausgelegt: unveränderbar, Legal Hold, Audit-Trail
  • Anbindung und Speicherort entkoppelt – kein Lock-in
  • Transaktionsdaten-Archivierung (SARA/ADK)
  • Ablösung teurer ECM/DMS-Bestandssysteme
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Protokoll: ArchiveLink oder CMIS

Beide Wege sind valide – sie unterscheiden sich in Offenheit und Reichweite.

  • ArchiveLink: der bewährte SAP-Standard, Drop-in für vorhandene Szenarien
  • CMIS 1.1 (OASIS): offen, auch für Nicht-SAP-Anwendungen nutzbar
  • Ein- und ausgehende Dokumente, Drucklisten, GOS-Anlagen
  • SAP DMS, Dokumenteninfosätze und PLM-Originale

Ein Connector, alle Backends

Derselbe Connector bedient jedes der vier Speicherziele — der Wechsel ist Konfiguration, kein neues Projekt.

  • Microsoft Azure Blob Storage
  • Microsoft SharePoint Online
  • AWS S3 und S3-kompatible Speicher
  • STACKIT als souveräne EU-Cloud
  • Mehrere Repositories in einer Installation, auch mit unterschiedlichen Backends
  • Betrieb wahlweise on-premise oder in der Cloud

Jedes System, das CMIS spricht

CMIS ist ein offener OASIS-Standard — die Anbindung ist deshalb nicht auf SAP beschränkt.

  • SAP in allen Betriebsmodellen: ECC, S/4HANA on-premise, RISE, Private & Public Cloud
  • SAP BTP Document Management Service („Bring Your Own Repository")
  • Beliebige CMIS-Clients: Apache Chemistry/OpenCMIS, ECM- und DMS-Systeme
  • Eigenentwicklungen und Fachanwendungen ohne SAP-Bezug
  • CMIS 1.1 Browser Binding (JSON, REST)
  • SAP-zertifiziert für die Dokumentenmanagement-Integration

Revisionssicherheit

Was eine Betriebsprüfung erwartet – und wie es technisch abgebildet wird.

  • Unveränderbare Ablage (WORM, Immutable Blobs, Object Lock)
  • Definierte Aufbewahrungsfristen
  • Legal Hold für laufende Verfahren
  • Lückenloser Audit-Trail
  • Dokumentiertes Löschkonzept nach Fristablauf

Datenbank verschlanken

Der Hebel, der die Betriebskosten am direktesten senkt.

  • Datenarchivierung über Transaktion SARA
  • Auslagerung in ADK-Dateien
  • Binärdaten aus Datenbanktabellen herauslösen
  • Kleinere HANA-Instanz, kürzere Systemkopien
  • Zugriff für Anwender unverändert aus SAP

KI-Anbindung (optional)

Verschlagworten, klassifizieren, finden und verarbeiten — als Zusatz zur klassischen Suche, nicht als Ersatz.

  • Automatische Verschlagwortung bei der Ablage
  • Klassifizierung nach Dokumentart und Geschäftsobjekt
  • Natürlichsprachige, semantische Suche im Bestand
  • „Ähnliche Dokumente finden" statt exakter Feldwerte
  • Zusammenfassungen, Dubletten- und Auffälligkeitserkennung
  • Betrieb on-premise oder in souveräner EU-Cloud
  • Opt-in: klassische Suche über CMISQL, Volltext und Metadaten bleibt

Bestandsarchive ablösen

Wenn das vorhandene ECM/DMS mehr kostet, als es bringt.

  • Analyse von Lizenz- und Betriebskosten
  • Migration der Bestände ohne Betriebsunterbrechung
  • Ablösung proprietärer Schnittstellen
  • Auch für Alt-Archive anderer Hersteller

Wo Archivierung noch hilft

Die Themen, die im selben Atemzug auftauchen.

  • Vor der S/4HANA-Migration: weniger Daten, kürzeres Projekt
  • Bei der Stilllegung von Altsystemen
  • Beim Scannen und der Belegverarbeitung
  • Bei Ausgangsdokumenten und E-Rechnung
FAQ

Häufige Fragen

ArchiveLink oder CMIS – was empfehlen Sie?

Wenn ausschließlich SAP archiviert und die vorhandene Landschaft erhalten bleiben soll, ist ArchiveLink der direkteste Weg: Es ersetzt den Content-Server, ohne dass Ihre SAP-Prozesse angefasst werden. Sollen auch Nicht-SAP-Anwendungen auf dasselbe Archiv zugreifen oder wollen Sie sich Schnittstellenfreiheit erhalten, ist CMIS die bessere Wahl. Beide Wege lassen sich pro Repository unterschiedlich entscheiden.

Ist eine Cloud-Ablage revisionssicher?

Sie kann es sein — richtige Konfiguration vorausgesetzt. Azure Immutable Blobs, AWS S3 Object Lock und SharePoint-Aufbewahrungsrichtlinien liefern die unveränderbare Ablage; ergänzt um definierte Fristen, Legal Hold und Audit-Trail entsteht daraus die technische Grundlage für eine GoBD-konforme Aufbewahrung. Die abschließende Bewertung hängt immer auch an Ihren Verfahren und Ihrer Verfahrensdokumentation — die technische Seite bringen wir mit, die organisatorische stimmen wir mit Ihnen ab.

Bleiben unsere Daten in unserer Hoheit?

Ja. Die Inhalte liegen in Ihrem eigenen Storage Account, Ihrem Microsoft-365-Tenant oder Ihrem Rechenzentrum – Region und Anbieter bestimmen Sie. Der Connector speichert selbst keine Dokumentinhalte.

Wie viel Datenbankvolumen lässt sich realistisch einsparen?

Das hängt vom Belegvolumen und der Historie ab. In gewachsenen Systemen macht die Kombination aus Dokumentauslagerung und SARA-Datenarchivierung regelmäßig einen erheblichen Teil der Datenbank aus. Wir ermitteln das Potenzial vorab anhand Ihrer Tabellen- und Belegstatistik, bevor Sie entscheiden.

Was bringt eine KI-Anbindung im Archiv konkret?

Vier Dinge: Sie verschlagwortet und klassifiziert eingehende Dokumente automatisch, sodass Metadaten entstehen, wo bisher nur eine Datei lag. Sie erlaubt eine natürlichsprachige Suche — Sie beschreiben, was Sie suchen, statt den exakten Feldwert zu kennen. Sie findet ähnliche Dokumente zu einem Vorgang. Und sie unterstützt die Verarbeitung: Zusammenfassungen, Erkennung von Dubletten und Auffälligkeiten in großen Beständen. Das haben wir selbst entwickelt und begleiten es auch im Betrieb.

Müssen wir KI einsetzen?

Nein, und das ist bewusst so gebaut. Die KI-Funktionen sind Opt-in; die klassische, regelbasierte Suche über Metadaten, CMISQL und Volltext bleibt vollständig erhalten und unverändert. Wer sie nicht braucht, schaltet die KI schlicht nicht ein.

Was passiert dabei mit unseren Dokumenten?

Das legen wir vorab gemeinsam fest. Der Betrieb ist wahlweise on-premise oder in einer souveränen EU-Cloud möglich, und welche Inhalte ein Modell überhaupt zu sehen bekommt, ist Teil des Konzepts — bei Archivbeständen ist das regelmäßig der wichtigste Punkt. Automatisch vergebene Schlagworte behandeln wir als prüfbaren Vorschlag, nicht als gesetzte Wahrheit.

Können wir den Speicher später wechseln?

Ja – genau dafür trennen wir Anbindung und Speicherort. Der Wechsel von einem Backend auf ein anderes ist Konfiguration plus Migration der Bestände, nicht ein neues SAP-Projekt.

Funktioniert das auch mit RISE und der Public Cloud?

Ja. Die Anbindung erfolgt über die SAP-Standardschnittstellen, die in allen Betriebsmodellen zur Verfügung stehen – von ECC über S/4HANA on-premise bis RISE, Private und Public Cloud. In der Public Cloud und unter RISE führt der Weg über den SAP BTP Document Management Service, hinter dem der Connector als externes CMIS-Repository steht.

Brauchen wir für jedes Speicherziel einen eigenen Connector?

Nein. Es ist derselbe Connector für alle vier Backends – Microsoft Azure Blob Storage, Microsoft SharePoint Online, AWS S3 (und S3-kompatible Speicher) sowie STACKIT. Das Speicherziel ist Konfiguration, nicht Produktwahl; eine Installation kann mehrere Repositories parallel bedienen, auch mit unterschiedlichen Backends.

Können auch Nicht-SAP-Systeme das Archiv nutzen?

Ja, und das ist einer der Hauptgründe für CMIS. Weil es ein offener OASIS-Standard ist, kann jede CMIS-fähige Anwendung dasselbe Repository nutzen – Apache-Chemistry-/OpenCMIS-Clients, ECM- und DMS-Systeme oder Ihre eigenen Fachanwendungen. SAP ist der häufigste Anwendungsfall, aber keine Voraussetzung.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

Sprechen Sie direkt mit unseren Beratern – ohne Umwege.

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