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CaRD Workspace für Azure

Manchmal liegt der Bestand längst in Azure, und die Frage ist nicht, wie man ihn befüllt, sondern wie man wieder hineinsieht — ohne dabei irgendetwas verändern zu können.

Recherche auf dem Speicher selbst

Der CaRD Workspace für Azure ist eine Weboberfläche, die direkt auf einem Azure Storage Account arbeitet — ohne Connector, ohne SAP und ohne eine zweite Kopie der Daten. Er zeigt Container und Ordner, listet Blobs mit ihren Metadaten und Index-Tags, öffnet eine Detailansicht je Objekt und erlaubt den Einzeldownload. Mehr nicht, und das ist Absicht.

Denn die Anwendungsfälle sind Auskunfts- und Nachweisfälle: ein Bestand, der aus einer Archivierung oder einer Stilllegung stammt und für Jahre aufbewahrt werden muss; ein Speicherkonto, in das mehrere Systeme geschrieben haben und in das heute niemand mehr hineinsieht; eine Prüfung, für die jemand belegen muss, dass ein bestimmtes Dokument vorhanden ist. In allen drei Fällen wäre Schreibzugriff nicht nur unnötig, sondern ein Risiko.

Nur-Lesen ist deshalb erzwungen, nicht konfiguriert. Dazu kommen Ausblenderegeln: Container oder Objektgruppen, die niemand sehen soll, werden ausgeblendet und dabei gezählt, damit klar ist, dass etwas fehlt. Der Umgehungsversuch — ein ausgeblendetes Objekt direkt über seinen Namen anzusprechen — läuft ins Leere und wird mit dem greifenden Regelnamen abgewiesen.

Für das Wiederfinden gibt es eine eigene Indexebene: Ein Indexer liest die Metadaten und Index-Tags des Bestands in eine eigene Datenbank ein, ermittelt daraus die vorkommenden Felder und stellt sie als Facetten zum Filtern bereit. Der Abgleich läuft in beide Richtungen; verschwindet ein auffällig großer Teil des Bestands, bricht der Lauf ab und meldet es, statt den Index stillschweigend leerzuräumen.

Auf einen Blick

  • Arbeitet direkt auf dem Azure Storage Account — kein Connector nötig
  • Durchgängig nur lesend, technisch erzwungen
  • Container- und Ordnernavigation mit Metadaten und Index-Tags
  • Facettensuche über die im Bestand tatsächlich vorkommenden Felder
  • Ausblenderegeln mit Zählung und Umgehungsschutz
  • Eigene Indexdatenbank — der Bestand selbst bleibt unberührt
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Warum das zählt

Ein Bestand, in den niemand hineinsieht, ist kein Archiv.

  • Aufbewahren ohne Auskunftsfähigkeit erfüllt die Frist, aber nicht den Zweck
  • Auskünfte über Speicherwerkzeuge zu erteilen, ist fehleranfällig und nicht nachvollziehbar
  • Wer zum Nachsehen Schreibrechte vergibt, hat die Nachweiskette geöffnet
  • Ohne Facetten wird aus jeder Auskunft eine Suche im Dunkeln
  • Ein Prüfer akzeptiert „irgendwo in dem Container" nicht als Antwort

Wann diese Lösung passt

Bewusst schmal geschnitten — und darin gut.

  • Bestände aus Archivierung oder Systemstilllegung
  • Speicherkonten, in die mehrere Systeme geschrieben haben
  • Auskunfts- und Nachweisfälle mit Aufbewahrungspflicht
  • Wenn kein CMIS-Connector im Spiel ist oder sein soll
  • Wenn Schreibzugriff ausdrücklich ausgeschlossen sein muss

Sehen, was da ist

Metadaten, die sonst niemand anzeigt.

  • Container- und Ordnernavigation
  • Detailansicht mit allen Metadaten und Index-Tags
  • Facetten aus den im Bestand tatsächlich vorkommenden Feldern
  • Suche mit mehreren Kriterien, wahlweise im Ordner, im Container oder überall
  • Einzeldownload mit sinnvoller Dateiendung

Was ausgeblendet bleibt

Nicht alles im Speicherkonto geht jeden an.

  • Regeln blenden Container oder Objektgruppen aus
  • Ausgeblendetes wird gezählt — die Lücke ist sichtbar, der Inhalt nicht
  • Direkter Zugriff auf ein ausgeblendetes Objekt wird abgewiesen
  • Die greifende Regel wird benannt, damit die Abweisung nachvollziehbar ist
  • Ein gesperrter Container bleibt auch bei direktem Aufruf gesperrt

Der Index

Eigene Datenbank, unberührter Bestand.

  • Der Indexer liest Metadaten und Tags in eine eigene Datenbank
  • Der Speicher selbst wird nicht verändert und nicht ergänzt
  • Löschabgleich in beide Richtungen
  • Auffällig große Verluste brechen den Lauf ab statt den Index zu leeren
  • Zustand je Container ist einsehbar

Vor der Inbetriebnahme

Erst schauen, dann bauen.

  • Ein rein lesendes Prüfwerkzeug nimmt den Bestand vorab auf
  • Ergebnis: Container, Mengen, tatsächlich belegte Metadatenfelder
  • Daraus ergeben sich Facetten, Ausblenderegeln und der Aufwand
  • Wiederholbar, damit sich Veränderungen zeigen
  • Läuft vor jeder Inbetriebnahme
FAQ

Häufige Fragen

Braucht der Workspace für Azure den CMIS-Connector?

Nein, und das ist der Unterschied zum Workspace für CMIS. Diese Variante spricht direkt mit dem Azure Storage Account. Sie ist gedacht für Bestände, bei denen es keinen Connector gibt oder geben soll — typischerweise Altbestände aus Archivierung und Stilllegung.

Kann jemand darüber etwas verändern oder löschen?

Nein. Nur-Lesen ist erzwungen und nicht als Einstellung ausgeführt, die man umlegen könnte. Es gibt keine Funktion zum Hochladen, Ändern oder Löschen. Genau darin liegt der Zweck: Auskunft geben, ohne die Nachweiskette anzufassen.

Wie wird verhindert, dass jemand Vertrauliches sieht?

Über Ausblenderegeln auf Container- und Objektebene. Ausgeblendetes wird gezählt, damit erkennbar bleibt, dass etwas nicht angezeigt wird — verstecken ohne Hinweis wäre irreführend. Wer ein ausgeblendetes Objekt direkt über seinen Namen anspricht, wird abgewiesen, mit Nennung der Regel, die gegriffen hat.

Verändert der Index etwas am Bestand?

Nein. Der Indexer liest ausschließlich und schreibt in eine eigene Datenbank. Der Speicher bleibt so, wie er ist — auch keine zusätzlichen Tags, keine Marker, keine Hilfsdateien. Beim Abgleich gilt eine Sicherung: Verschwindet ein auffällig großer Teil des Bestands, bricht der Lauf mit Meldung ab, statt den Index leerzuräumen.

Woher wissen wir vorher, ob sich das lohnt?

Aus einer Bestandsaufnahme. Ein rein lesendes Prüfwerkzeug läuft über das Speicherkonto und zeigt, welche Container es gibt, wie viele Objekte darin liegen und welche Metadatenfelder tatsächlich belegt sind. Daraus ergibt sich, welche Facetten sinnvoll sind und wie viel Arbeit die Einrichtung macht — bevor irgendetwas eingerichtet wird.

Wie ist der Stand des Produkts?

Die Lösung ist gebaut und gegen ein echtes Speicherkonto geprüft — Navigation, Detailansicht, Ausblendung, Indexlauf und Suche. Sie ist jung; für den ersten produktiven Einsatz suchen wir gezielt Pilotkunden und begleiten die Einführung selbst.

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

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