S/4HANA: die Entscheidungen vor dem Projekt
Der Umstieg auf SAP S/4HANA scheitert selten an der Technik – sondern an Entscheidungen, die zu früh oder auf zu dünner Datenbasis getroffen wurden. Wir helfen Ihnen, sie in der richtigen Reihenfolge zu treffen.
Vier Weichenstellungen – und was sie wirklich kosten
Bevor über Zeitpläne gesprochen wird, stehen vier Fragen im Raum: Wird neu aufgesetzt oder konvertiert? Läuft das System künftig beim Hyperscaler, bei SAP oder im eigenen Rechenzentrum? Was passiert mit den über Jahre gewachsenen Eigenentwicklungen? Und wie viel des Altdatenbestands muss überhaupt mitgenommen werden? Wer diese Fragen in der falschen Reihenfolge beantwortet, korrigiert später teuer.
Unsere Rolle dabei ist bewusst die des neutralen Beraters: Wir verkaufen kein Betriebsmodell. Ob RISE with SAP, HANA Enterprise Cloud, Private oder Public Cloud, klassisches On-Premise oder ein hybrider Zuschnitt – die Empfehlung ergibt sich aus Ihrer Ausgangslage, nicht aus einem Standardfoliensatz. Auch die ehrliche Antwort „Ihr ECC trägt noch drei Jahre, nutzen Sie die Zeit für die Hausaufgaben" gehört dazu.
Was uns dabei von reiner Strategieberatung unterscheidet: Wir haben die Hausaufgaben selbst hundertfach gemacht. Custom-Code-Analysen, Datenbereinigung, Archivierung zur Datenbankverschlankung, Stilllegung überflüssiger Altsysteme – das sind keine theoretischen Empfehlungen, sondern Leistungen, die Sie bei uns auch umsetzen lassen können. Deshalb sind unsere Aufwandsschätzungen belastbar.
In der Umsetzung achten wir auf ein Prinzip, das später über die Kosten jedes Releasewechsels entscheidet: Erweiterungen gehören nicht in den Kern. Was über Side-by-Side-Apps auf der Business Technology Platform, über CDS-Views oder Fiori lösbar ist, gehört dorthin – nicht in eine Modifikation, die beim nächsten Upgrade wieder aufschlägt.
Auf einen Blick
- Neutrale Empfehlung statt vorgefertigtem Betriebsmodell
- Greenfield, Brownfield oder selektive Übernahme – begründet
- Custom-Code-Analyse mit konkretem Bereinigungsplan
- Datenvolumen senken, bevor migriert wird
- Clean Core: BTP, CDS-Views, Fiori statt Modifikation
- Belastbare Aufwände, weil wir die Umsetzung selbst machen
Frage 1: Greenfield oder Brownfield?
Neuaufsetzen befreit von Altlasten, kostet aber Prozessarbeit. Konvertieren erhält Gewachsenes – inklusive der Probleme.
- Wie gut passen Ihre Prozesse noch zum Geschäft?
- Wie viel Customizing ist wirklich begründet?
- Ist eine selektive Übernahme der bessere Mittelweg?
- Was sagt die Datenqualität über den Aufwand aus?
Frage 2: Wo läuft das System?
Die Betriebsmodelle unterscheiden sich weniger in der Technik als in Verantwortung, Flexibilität und Kostenstruktur.
- RISE with SAP & HANA Enterprise Cloud
- S/4HANA Private und Public Cloud
- On-Premise – weiterhin eine legitime Antwort
- Hybride Zuschnitte für gewachsene Landschaften
Frage 3: Was wird aus dem Custom Code?
Der Z-Bestand ist meist größer als gedacht – und zu einem erheblichen Teil ungenutzt.
- Welche Programme werden tatsächlich aufgerufen?
- Was ist im Standard inzwischen abgedeckt?
- Was muss bleiben, was wird neu gebaut?
- Umbau nach Clean-Core-Prinzipien
Frage 4: Wie viel Datenaltlast muss mit?
Jedes Gigabyte, das nicht migriert wird, spart doppelt: im Projekt und im späteren Betrieb.
- Datenbereinigung vor der Migration
- Archivierung abgeschlossener Belege
- Stilllegung von Systemen, die nur noch der Auskunft dienen
- Wirkung direkt auf Migrationsdauer und Cloud-Kosten
Technische Begleitung
Wenn die Entscheidungen stehen, tragen unsere Basis- und Technologieberater die Umsetzung mit.
- Sizing & Kapazitätsplanung
- Berechtigungskonzepte für die neue Landschaft
- Schnittstellen- und Systemlandschaftsdesign
- Go-Live-Begleitung und Hypercare
Wenn Sie noch nicht umsteigen
Auch das ist eine Strategie – sie will nur bewusst gewählt und genutzt sein.
- ECC-Betreuung im Tagesgeschäft
- Vorbereitende Bereinigung ohne Projektdruck
- Add-ons, die auf beiden Releases laufen
- Späterer Umstieg mit deutlich kleinerem Umfang
Häufige Fragen
Empfehlen Sie Greenfield oder Brownfield?
Das hängt von zwei Dingen ab: wie gut Ihre heutigen Prozesse noch zum Geschäft passen und wie belastbar Ihre Datenqualität ist. Passen die Prozesse und sind die Daten in Ordnung, ist die Konvertierung meist günstiger. Ist beides fraglich, wird Greenfield trotz höherem Prozessaufwand oft zur besseren Investition. Häufig ist die selektive Übernahme der pragmatische Mittelweg.
Verkaufen Sie ein bestimmtes Betriebsmodell?
Nein. Wir sind weder an einen Hyperscaler noch an ein Hosting-Modell gebunden. Die Empfehlung entsteht aus Ihrer Ausgangslage – und lautet gelegentlich auch, vorerst on-premise zu bleiben.
Warum sprechen Sie so früh über Archivierung und Datenmenge?
Weil das Datenvolumen unmittelbar auf Migrationsdauer, Testzyklen und – bei Cloud-Betrieb – auf die laufenden Kosten durchschlägt. Wer vorher bereinigt und archiviert, migriert schneller und zahlt anschließend weniger. Das ist einer der wenigen Hebel, die vor Projektbeginn wirken.
Was heißt „Clean Core" konkret für unsere Eigenentwicklungen?
Dass wir bei jeder Anforderung zuerst prüfen, ob sie außerhalb des Kerns lösbar ist – über Side-by-Side-Apps auf der SAP BTP, CDS-Views oder Fiori. Nur was dort nicht hingehört, wird im System umgesetzt, und dann sauber im eigenen Namensraum statt als Modifikation.
Wie belastbar sind Ihre Aufwandsschätzungen?
Belastbar, weil wir die zugrunde liegenden Arbeiten selbst durchführen: Custom-Code-Analyse, Datenmigration, Archivierung und Stilllegung sind bei uns keine Empfehlungen an Dritte, sondern eigene Leistungen mit Erfahrungswerten aus hunderten Projekten.
Passt das zu Ihrem Vorhaben?
Sprechen Sie direkt mit unseren Beratern – ohne Umwege.